Mindset & Spirit

Adventsspecial – Hast du deine Ziele erreicht?

So schnell ist ein Jahr vorbei und Weihnachten steht vor der TĂŒr. Kannst du dir das vorstellen? Ich im Moment noch nicht so richtig! 😉

Wenn du mich schon etwas lĂ€nger verfolgst dann weißt du vielleicht, dass das Jahresende bei mir vor allem eines bedeutet: Reflexion! Was lief gut? Was lief nicht so? Bin ich noch da, wo ich sein will, oder 100 Meter daneben? Solche und weitere Fragen sind es, die ich mir gerne am Jahresende stelle und bisher bin ich sehr gut damit gefahren am Jahresende zu reflektieren, was das Jahr ĂŒber so lief.

Eine ausfĂŒhrliche Anleitung zu thematisch getrennten Jahresreflexionen habe ich bereits im letzten Jahr verfasst. Alle Artikel hierzu findest du hier:

Wie du sicher schon aus dem Titel abgeleitet hast, geht es heute aber vor allem um die Frage, wie du am Jahresende deine Ziele reflektieren kannst, um daraus den grĂ¶ĂŸtmöglichen Mehrwert fĂŒr dich mitzunehmen. In diesem Artikel werde ich also vor allem auf zwei Fragen eingehen, die dich vielleicht gerade beschĂ€ftigen:
 
1. Woher weiß ich, ob ich meine Ziele im Jahr 2018 erreicht habe?
2. Wie formuliere ich meine Ziele fĂŒr 2019 richtig?

Ziele-Reflexion - Habe ich meine Ziele erreicht?

Wie also weißt du, ob du deine Ziele in 2018 erreicht hast?

Lass mich dazu erst einmal sagen, dass ich es unheimlich wichtig finde, sich nur Ziele zu setzen, die man auch selbst wirklich einhalten möchte. Das heißt du solltest dich zunĂ€chst einmal fragen, warum du deine Ziele erreichen möchtest, wenn du es nicht bereits getan hast. Wenn du bei deiner Reflexion merkst, dass das Ziel nicht unbedingt intrinsisch motiviert ist, d.h. nicht aus innerem Antrieb, sondern eher aus Ă€ußeren BeweggrĂŒnden, dann solltest du dir ĂŒberlegen, dieses Ziel vielleicht lieber von deiner Liste zu streichen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Setz dir Ziele, die du auch wirklich selbst erreichen willst und die du nicht nur aufgeschrieben hast, um anderen zu gefallen.

Wenn du mich fragst, sollte es bei Zielen vor allem darum gehen, wie du dich damit fĂŒhlst, wenn du auf das zurĂŒckblickst was du erreicht hast. Selbst wenn du nicht genau das erreicht hast, was du dir ursprĂŒnglich vorgenommen hast, kannst du bei der Reflexion auch das berĂŒcksichtigen, was du vielleicht erreicht hast, ohne es dir vorher vorgenommen zu haben. Feiere dich bei dieser Gelegenheit also auch fĂŒr deine Erfolge. Auch fĂŒr jene, die du ohne große Planung gemeistert hast. Sei ehrlich mit dir selbst und schau auf das vergangene Jahr zurĂŒck, um etwas zu verbessern. Das bedeutet vor allem das beizubehalten was gut lief und das zu verĂ€ndern bzw. zu verbessern, was vielleicht noch nicht so gut lief. Mach dir bewusst, dass deine Ziele nur einen Menschen betreffen: Dich!

Um darĂŒber zu reflektieren, ob du deine Ziele im letzten Jahr erreicht hast brauchst du auch vor allen Dingen eines: Gute Fragen.

Im Folgenden findest du eine Reihe von Fragen, die dir dabei helfen ĂŒber deine Ziele zu reflektieren. Du kannst sie dir stellen, um dir darĂŒber bewusst zu werden, was das Jahr 2018 fĂŒr dich gebracht hat. Schreibe dir deine Antworten am besten auf. Auf Papier geschrieben, sieht meist alles noch viel klarer aus.

1. Was waren meine Ziele fĂŒr das letzte Jahr?

 

2. Was wollte ich erreichen bzw. verÀndern?

 

3. Welche meiner ursprĂŒnglichen Ziele habe ich erreicht?

4. Welche Ziele habe ich darĂŒber hinaus erreicht?

5. Was hat mir dabei geholfen meine Ziele zu erreichen?

6. Welche meiner ursprĂŒnglichen Ziele habe ich nicht erreicht?

7. Was hat mir diesmal gefehlt um diese Ziele vielleicht doch noch erreichen zu können?

8. Was macht es mit mir meine Ziele erreicht/nicht erreicht zu haben?

9. Was ist mein Fazit von 2018?

 

Ziele

Glaube an das, was noch nicht ist, damit es werden kann.

ziele

S.m.a.r.t. - Ziele - Formuliere ich richtig?

Wenn du ĂŒber deine Ziele bzw. deine Erfolge des letzten Jahres reflektiert hast, geht es vor allem darum dich auch auf das neue Jahr hin auszurichten.

Die folgende S.m.a.r.t.-Methode kann dir dabei helfen, deine neuen Ziele fĂŒr das Jahr 2019 so zu formulieren, dass durch die Formulierung deiner Ziele deutlich zu erkennen ist, wann ein Ziel als erreicht gilt und wann nicht. Dadurch unterscheiden sich deine Ziele von einem bloßen Wunsch, oder einem Vorsatz. Bei der S.m.a.r.t.-Methode werden die Ziele so formuliert, dass sie spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert sind (s-m-a-r-t)

Spezifisch - Formuliere dein Ziel so genau wie nur möglich

Ein Ziel sollte so genau (also so spezifisch) wie möglich formuliert sein. So kannst du zum Beispiel statt: „Ich möchte mehr Geld verdienen“ schreiben: „Ich möchte 400 €  im Monat mehr verdienen.“

Messbar - Ist dein Erfolg messbar?

Ein Ziel sollte messbar sein. Das bedeutet, die Zielformulierung sollte ein messbares Kriterium enthalten, an dem du festmachen kannst, wann du das Ziel erreicht hast. Im Beispiel oben wĂ€re das Ziel erreicht, sobald in einem Monat 400 € mehr Einkommen zu verzeichnen sind (Kriterien könnten sein: wie viel, wie lange, wie groß, wie hĂ€ufig…)

Attraktiv - Dein Ziel braucht einen Anreiz

Formuliere deine Ziele so, dass du einen Mehrwert erzielst und einen Anreiz schaffst, wenn du sie erreichst. Das Ziel 200 Mal um den Block zu rennen, hat fĂŒr die meisten Menschen keinen großen Mehrwert, selbst wenn es formal ein Ziel darstellt. Setze dir Ziele, die dir wichtig sind und von denen du am Ende etwas hast. Frage dich: Warum will ich dieses Ziel erreichen? Macht es mich glĂŒcklicher, reicher, ausgeglichener, gesĂŒnder…?

 

Realistisch - Kannst du dein Ziel erreichen?

Ein Ziel sollte so formuliert werden, dass es erreichbar ist. Unrealistische Ziele demotivieren dich mit der Zeit. Formuliere deine Ziele so, dass sie anspruchsvoll aber erreichbar sind. Was am Ende “erreichbar” bedeutet entscheidest wiederum du allein.

 

Terminiert - Es gibt eine Deadline

Der letzte Punkt betrifft die zeitliche GrĂ¶ĂŸe bei der Formulierung von Zielen. Ein Ziel sollte immer so formuliert sein, dass es eine klare Terminvorgabe gibt. Formuliere deine Ziele so, dass klar ist, bis wann das Ziel spĂ€testens erreicht sein muss – die Deadline sozusagen. Dadurch bleibst du motiviert und du weißt genau, wann du noch ein wenig Gas geben musst.

 

Garantie oder Vorschlag?

NatĂŒrlich ist die S.m.a.r.t.-Methode keine Garantie dafĂŒr, dass du deine Ziele erreichen wirst und auch bei der Anwendung der Formel hast du natĂŒrlich Spielraum. Arbeite dennoch ganz intuitiv mit der Methode. Sie soll dir einfach eine Hilfestellung bei der Formulierung deiner Ziele bieten und dir dabei helfen klar zu unterscheiden, wie weit du mit deinen Zielen bist. Du kannst dir beispielsweise einmal im Monat einen Tag Zeit nehmen, um ĂŒber den Stand deiner Ziele zu reflektieren. Wie weit bist du? Was hast du erreicht? Was lĂ€uft gut? etc. Nutze hierfĂŒr wiederum die Reflexionsfragen von oben und mach dir auch immer wieder bewusst wie du dich damit fĂŒhlst deine Ziele zu verfolgen. Tut es dir gut? Oder eher nicht.

Sei dabei ganz ehrlich mit dir und du wirst die besten Ergebnisse erzielen!

Ich hoffe sehr, dieser Beitrag zur Zielreflexion hat dir geholfen und bringt dich deinen Zielen ein StĂŒck nĂ€her.

Alles Liebe fĂŒr dich,

deine Giulia

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