Mindset & Spirit

Kein Geld für Weiterbildungen? Wie du deine Bildung selbst in die Hand nimmst

Entwicklung und Bildung sind Themen, die in meinem Leben schon immer eine wichtige Rolle gespielt haben. Wirklich bewusst bin ich mir dessen aber erst seit etwas mehr als zwei Jahren.

Früher bedeutete Bildung für mich vor allen Dingen Schule. Als Schülerin war ich immer recht gut und so habe ich nach dem Realschulabschluss das Abitur angehängt. Nach dem Abi ging es nahtlos über in das Studium der Erziehungswissenschaft und nach Augsburg. In meinem Studium konnte ich mich mit den Themen Bildung und Lernen vertieft auseinandersetzen und konnte ein nachhaltiges Verständnis bekommen von dem, was Entwicklung, Lernen und Bildung für uns Menschen – von Klein auf, aber auch für mich persönlich – bedeuten.

 

Was bedeutet Lernen eigentlich?

Lernen ist für mich ein Selbstzweck. Wir Menschen lernen von der ersten Sekunde an. Was aber bedeutet das denn genau? Der Begriff „Lernen“ beschreibt einen weitreichenden Prozess und wird in der Wissenschaft nach Bower und Hildegard definiert als einen Prozess, der sich auf eine Veränderung im Verhalten oder im Verhaltenspotential eines Menschen in einer bestimmten Situation bezieht. Lernen beruht also auf Erfahrungen, die wir Menschen machen, schon mit dem ersten Augenaufschlag nach unserer Geburt sammeln wir Menschen Erfahrungen in unserer Umgebung. Das Verhältnis zwischen dem, was wir vor einer bestimmten Erfahrung wussten, zu dem, was wir danach wissen, kann man grob als Lernen bezeichnen. Dabei geht es vor allen Dingen um die längerfristig andauernden Veränderungen, die durch diese (alltäglichen) Erfahrungen zustande kommen. So lernst du zum Beispiel, nachdem du dir die Hand auf der heißen Herdplatte verbrannt hast, durch diese Erfahrung des Schmerzes, dass du in Zukunft an der Herdplatte besser aufpassen solltest, wenn du dich nicht verbrennen willst. Das ist Lernen an negativen Erfahrungen. Lernen an positiven Erfahrungen geht natürlich auch.

Wichtig ist aber:  Erfahrung führt zu Erkenntnis und schließlich zu Entwicklung – das ist Lernen.

 

Wir lernen an alltäglichen Erfahrungen

Du siehst also, Lernen hat nicht nur etwas mit Schule, Studium oder Berufsausbildung zu tun. Nein, stattdessen ist Lernen eine viel alltäglichere Sache, die du in wirklich jeder Erfahrung erleben kannst. Das heißt im Umkehrschluss, dass du durch jede Erfahrung – egal ob negativ oder positiv – etwas lernen kannst.

Für mich persönlich sind Lernen, Entwicklung und Bildung zu wichtigen Größen in meinem Leben geworden.  Ich möchte dieses Leben, das mir geschenkt wurde, nutzen, um jeden Tag zu wachsen, zu reifen und mich zu erfahren. Brauche ich dafür unbedingt Abitur oder ein Studium? Sicher nicht. Dass ich all das trotzdem habe, liegt daran, dass ich es selbst gerne so wollte.

In meinem Alltag schaffe ich mir bewusst immer wieder Situationen, an denen ich lernen, reifen und wachsen kann. Dafür brauche ich keine Institution, die mir vorgibt, was ich lernen soll oder muss, sondern ich lerne proaktiv und schaffe mir meine eigene alltägliche Lernumgebung.

Dennoch entscheide ich in manchen Fällen, dass ich zu einem bestimmten Thema ein Studium, ein Seminar o.ä. in einer Bildungseinrichtung absolvieren möchte, um mich weiterzuentwickeln. Dadurch kann ich von Menschen lernen, die in einem bestimmten Bereich weiter sind als ich und von ihrem Wissen und ihren Erfahrungen profitieren. Eines bleibe ich dabei jedoch immer – selbstbestimmter Lerner.

Wie du dir proaktiv deine eigene Lernumgebung schaffst

 

Selbstbestimmt lernen ist für mich das A und O und ich bin überzeugt, dass jeder Mensch für sich selbst in seinem Alltag die besten Lernbedingungen schaffen kann. 

In der Persönlichkeitsentwicklung geht es häufig darum, immer höher, schneller, weiter zu kommen. Sicher, wenn es dein Ziel ist, dich zu entwickeln und zu wachsen, ist es wichtig, die Komfortzone zu verlassen und neue Wege zu gehen. Viel wichtiger ist meiner Ansicht nach allerdings, dass unser innerer Kompass uns schon ganz zuverlässig zu den Themen führt, die für uns richtig und wichtig sind. Indem du auf dein Herz hörst, kommst du ganz intuitiv zu den richtigen Themen.

 

 
 

Weiterbildungen, Seminare, erneute Ausbildungen etc. sind häufig ganz schön teuer. Entwicklung muss aber nicht zwingend teuer und aufwändig sein, denn Lernen findet immer statt. Im Folgenden möchte ich dich an den Ressourcen teilhaben lassen, die mir dabei geholfen haben proaktiv meine eigene Lernumgebung zu gestalten, ohne viel Geld auszugeben, das ich als Studentin den Großteil meines Lebens nicht hatte. Meine Lernumgebung hilft mir täglich dabei, an den Themen zu reifen und zu wachsen, die mich begeistern – unabhängig davon, ob sie Teil einer Berufs- oder Studienausbildung sind.

1. Lies Bücher und Studien

„Beim Lesen guter Bücher wächst die Seele empor.“, das sagte bereits Voltaire und nach wie vor ist das meiner Meinung nach eine unumstößliche Wahrheit.Wenn du liest, entwickelst du dich weiter, ob dir das nun bewusst ist, oder nicht. Deshalb sind Bücher für mich ein fester Teil meiner Entwicklung. Sie begleiten mich durch schlechte und gute Phasen und bringen mich jedes Mal ein Stück voran – jedes Buch auf seine Weise. Bücher nehmen uns mit in die Welt großer Autoren und zeigen uns ihre Sicht der Dinge.

Sie verschaffen uns Perspektivwechsel und halten uns gleichzeitig den Spiegel vor, denn das was wir in Büchern lesen und begreifen können, war immer schon ein Teil unserer Selbst. 

Die Bücher, die mich in besonderem Maße beeinflussen, bekommen einen besonderen Platz in meinem Bücherregal und auch hier auf dem Blog teile ich diese Bücher in der Ressourcenliste mit dir. Solche Bücher helfen uns mit jedere Seite, unsere eigene Wahrheit zu erkennen, bis wir schließlich den Mut haben, die Flügel auszuspannen und zu fliegen. 

Ich kann dir also nur raten: Fang an Bücher zu lesen, die dich weiterbringen.

Versuche dabei die Bücher nicht nur zu lesen, sondern arbeite mit ihnen – mach dir das Buch zu eigen. Streiche an, markiere, schreibe an die Ränder, bis du alle wichtigen Gedanken, die dir dazu einfallen, im Buch notiert hast. Wenn du Hemmungen hast, dein Buch so zu benutzen und etwas auf die wertvollen Seiten zu schreiben, dann empfehle ich dir ein Notizbuch, in das du alle wichtigen Erkenntnisse hineinschreibst, die du durch das Lesen des aktuellen Buches gewinnen konntest. Für mich funktioniert die Methode mit dem Arbeitsbuch allerdings um einiges besser.

Natürlich sind auch Blogs eine tolle Möglichkeit, sich zu bilden, denn mittlerweile gibt es unzählige Blogs, auf denen dir Expertenwissen umsonst zur Verfügung gestellt wird.

2. Höre Hörbücher und Podcasts

Vielleicht denkst du dir jetzt: „Das ist ja schön und gut, aber ich habe doch gar keine Zeit zum Lesen!“ – Glaub mir, den Gedanken kenne ich nur zu gut. Mal abgesehen davon, dass allerdings 15 Minuten Lesezeit am Tag ausreichen, um dich in deiner Entwicklung voranzubringen (und wenn du ehrlich bist, hättest du diese 15 Minuten am Tag), funktioniert vielleicht das folgende Medium viel besser für dich: Hörbücher. 

Hörbücher lassen sich wunderbar in den Tagesablauf integrieren. Auf dem Weg zur Arbeit und zurück, in der Mittagspause, vor dem Schlafengehen, während der Hausarbeiten – Hörbücher lassen sich wunderbar integrieren und haben denselben Effekt wie Bücher.

Du hast kein Geld für Hörbücher? Schau dir meine 5 liebsten kostenlosen Hörbücher an.

Alternativ dazu kann ich dir auch Podcasts nur empfehlen! Podcasts sind eine wunderbare Möglichkeit Neues zu lernen und ei Hier teilen Experten ihr wissen mit dir ganz kostenlos

3. Nimm an Online-Kursen teil

Online-Kurse sind ein super wichtiger Teil meiner Lernumgebung geworden, die ich ganz bequem von Zuhause aus nutzen kann. Als tendenziell eher introvertierter Mensch habe ich für mich herausgefunden, dass ich entspannt und für mich allein am besten Lernen kann. Für meine Online-Kurs-Sessions kuschele ich mich auf dem Sofa in eine Decke ein, zünde Kerzen an und kritzele mein Bullet-Journal mit wichtigen Notizen voll, während ich die Kurse zu verschiedenen Themen online verfolge. Häufig gibt es oben drauf auch noch ein Workbook, das dabei helfen kann, das Gelernte zu verarbeiten.

Eine Plattform, auf der es einige Online-Kurse in verschiedenen Preiskategorien gibt, ist Udemy. Hier findest du unzählige Kurse von wissenschaftlichen Themen, über Persönlichkeitsentwicklung bis hin zu Sprachen oder Social Media. Mit ein bisschen suchen findest du hier auf jeden Fall tolle Kurse, die dich weiter bringen. Für die Akademiker unter euch kann ich auch die Plattform edX empfehlen. Hier findest du einige Kurse zu verschiedenen wissenschaftlichen Fragestellungen, für die du dir am Ende auch ein Zertifikat ausstellen lassen kannst – einige Kurse kannst du dir hier auch umsonst ansehen. Weitere Programme, an denen ich teilgenommen und für gut befunden habe, findest du ebenfalls in der Ressourcenliste auf dem Blog.

4. Besuche Messen und Events

Eine Bildungsmöglichkeit, die ich selbst bislang nur sehr selten genutzt habe sind Messen oder Events. Dennoch waren sie für mich jedes Mal eine Bereicherung, wenn ich mich dazu durchringen konnte, welche zu besuchen. Die Stimmungen auf Messen und Events können eine große Bereicherung sein und dich ohne große Umschweife auf die nächste Ebene bringen. Eine gute Möglichkeit Events – nach Kategorien gegliedert – in deiner Nähe zu finden ist die Seite eventbrite.

Auch in einigen Seminaren kannst du viel Neues Lernen. Hierzu würde ich dir empfehlen auch einmal die Seite der vhs in deiner Stadt zu durchstöbern. Hier findest du viele Kurse zu den unterschiedlichsten Themen.

Wenn du auch etwas mehr Geld in deine Bildung investieren kannst, würde ich dir außerdem raten dir einen Coach zu suchen, der dich in den Bereichen fördern kann, die besonders wichtig für dich sind. In einem 1:1-Coaching lassen sich nochmal viel intensivere Entwicklungsschritte hervorrufen, die dich schneller ans Ziel und auf eine neue Ebene bringen können.

Egal für welche Elemente du dich für deine Lernumgebung letztlich entscheidest – bleibe kreativ. Versuche auch einfach mal über den Tellerrand hinaus zu blicken. Du allein entscheidest, was und wie du am besten lernst und welche Medien du benötigst um den größten Mehrwert für dich heraus zu holen.

Nimm deine Bildung nicht zu ernst. Lerne, um Spaß an der Entwicklung zu haben und nicht, weil du das Gefühl hast, besonders viel Wissen anhäufen zu müssen. Lernen darf dir Freude bereiten und durch diese Freude wirst du automatisch viel größere Schritte machen können.

Wie gehst du bei der Erschaffung deiner perfekten Bildung vor? Besuchst du lieber selbstbestimmt Seminare, liest Bücher etc. oder bist du eher der Typ, der sich für eine Ausbildung oder ein Studium einschreibt und vorgeschriebenes Wissen konsumiert?

Ich wünsche dir von Herzen viel Erfolg bei der Erschaffung deiner individuellen Lernumgebung und freue mich, wenn du deine Erfahrungen zum Thema „Selbstbestimmtes Lernen“ in den Kommentaren mit uns teilst.

Alles Liebe für dich,

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