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Liebst du dich selbst? – 5 Tipps für mehr Selbstliebe

Von der Gesellschaft haben wir gelernt, dass es egoistisch ist, an sich selbst zu denken und Selbstliebe zu praktizieren. Wir glauben, dass nur diejenigen Menschen anerkannt und geschätzt werden, die sich selbst hinten anstellen und sich selbst für andere Menschen aufopfern. Wir machen alles für andere Menschen, bis wir nicht mehr genug Energie für uns selbst übrig haben. Für viele Menschen schlägt sich diese Haltung irgendwann körperlich nieder und der Körper schreit: „Kümmere dich um dich selbst!“, bis wir diese Botschaft endlich verstanden haben.

Weihnachten ist das Fest der Liebe. Wir denken besonders jetzt an andere Menschen und wollen ihnen eine Freude machen. Und das ist auch richtig so.

Im gestrigen Beitrag habe ich dir Fragen an die Hand gegeben, die dir dabei helfen sollten, dir bewusst zu machen, wer die wichtigsten Menschen in deinem Leben sind und warum sie dir so wichtig sind. Es ist unfassbar wichtig, uns immer wieder vor Augen zu führen, wie dankbar wir für all das sein können, was wir bereits haben – oder wen wir bereits haben.

Aber heute möchte ich dich daran erinnern, wie wichtig es ist, dass du auch dankbar für dich selbst bist und es auch zeigst. Feiere dich heute einfach einmal selbst! Liebe dich an diesem Fest der Liebe selbst und freue dich an all deinen Fähigkeiten, wunderbaren Eigenschaften, deinen Eigenheiten und all der Liebe in deinem Herzen.

Du bist wundervoll! Schenke dir selbst deine Liebe, denn das ist unfassbar wichtig für deine Entwicklung. Vielleicht kennst du dieses wunderschöne Gedicht von Charlie Chaplin, der so wunderbar auf den Punkt gebracht hat, was Selbstliebe wirklich bedeutet und welche Spuren sie hinterlässt. Und nein… es ist nicht Egoismus…

Selbstliebe - Ein Gedicht von Charlie Chaplin

Vorgetragen an seinem 70. Geburtstag am 16. April 1956

Als ich mich
selbst zu lieben begann,
konnte ich erkennen,
dass emotionaler Schmerz und Leid
nur Warnungen für mich sind,
gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute weiß ich , das nennt man
“Authentisch-Sein”.

Als ich mich
selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden,
wie sehr es jemanden beschämt,
ihm meine Wünsche aufzuzwingen,
obwohl ich wusste, dass weder die Zeit reif,
noch der Mensch dazu bereit war,
auch wenn ich selbst dieser Mensch war.
Heute weiß ich, das nennt man
“Selbstachtung”.

Als ich mich
selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört,
mich nach einem anderen Leben zu sehnen,
und konnte sehen, dass alles um mich herum
eine Aufforderung zum Wachsen war.
Heute weiß ich, das nennt man
“Reife”.

Als ich mich
selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden,
dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin
und dass alles, was geschieht, richtig ist
– von da an konnte ich ruhig sein.
Heute weiß ich, das nennt sich
“Selbstachtung”.

Als ich mich 
selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört,
mich meiner freien Zeit zu berauben
und ich habe aufgehört,
weiter grandiose Projekte
für die Zukunft zu entwerfen.
Heute mache ich nur das,
was mir Spaß und Freude bereitet,
was ich liebe
und mein Herz zum Lachen bringt,
auf meine eigene Art und Weise
und in meinem Tempo.
Heute weiß ich, das nennt man
“Ehrlichkeit”.

Als ich mich  selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit
was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
und von allem, das mich immer wieder hinunterzog,
weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das “gesunden Egoismus”,
aber heute weiß ich, das ist “Selbstliebe”.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört,
immer recht haben zu wollen,
so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt,
das nennt man “Einfach-Sein”.

Als ich mich
selbst zu lieben begann,
da erkannte ich,
dass mich mein Denken
armselig und krank machen kann,
als ich ihn jedoch mit meine Herzenskräften verband,
bekam der Verstand einen wichtigen Partner,
diese Verbindung nenne ich heute
“Herzensweisheit”.

Wir brauchen uns nicht weiter
vor Auseinandersetzungen,
Konflikten und Problemen
mit uns selbst und anderen fürchten,
denn sogar Sterne knallen
manchmal aufeinander
und es entstehen neue Welten.
Heute weiß ich,
das ist das Leben!

Meine 5 Tipps für mehr Selbstliebe

1. Verbringe Zeit mit dir selbst

Verbringe Zeit mit dir allein, in der du dir etwas Gutes tust. Setze dich in ein Café und gönne dir eine Tasse deines Lieblingstees oder Kaffees, koche dir selbst dein Lieblingsgericht, meditiere oder lies ganz entspannt ein Buch. Egal was du tust, nimm dir Zeit für das, was dich gerade glücklich macht. Du kannst dir auch einmal in der Woche oder einmal im Monat ein bis zwei Stunden  frei nehmen, in denen du dich einfach um dich selbst kümmerst. So kannst du es dir zur Gewohnheit machen, dir selbst etwas Gutes zu tun.

2. Gewöhne dir an, gut über dich zu denken

Unsere Gedanken über uns selbst sind leider oft sehr negativ und unser innerer Kritiker hat häufig die Überhand.

Gewöhne dir an, deine Gedanken zu beobachten und denke bewusst ab und an gute Gedanken über dich selbst. Mache dir selbst in Gedanken ein Kompliment, zähle fünf gute Eigenschaften an dir auf oder sage dir einfach nur selbst: „Ich bin toll.“ Je öfter du liebevolle Gedanken über dich denkst, desto schneller werden sie zur Gewohnheit und du praktizierst die Selbstliebe bald ganz automatisch.

3. Feiere deine Erfolge

Fang damit an, dir einmal am Tag deine Erfolge des vergangenen Tages vor Augen zu führen. Eine gute Zeit dafür ist am Abend vor dem Schlafen gehen oder am Morgen des nächsten Tages. Nimm dir eine ruhige Minute und schreibe alles auf, was dir an diesem Tag gut gelungen ist und was dein Herz erwärmt hat. Was hast du heute schaffen können?

Mache ein kleines Ritual daraus und schreibe deine Erfolge vielleicht sogar in deinen Kalender (ich kann dir auch ein Bullet Journal besonders empfehlen). So kannst du deine Erfolge immer wieder nachlesen und dabei mehrmals am Tag die Dankbarkeit in deinem Herzen spüren.

4. Mach dir klar, was dir wichtig ist

Um uns selbst lieben zu können, müssen wir uns bewusst machen, was uns wichtig ist. Hast du zum Beispiel schon einmal über deine Werte nachgedacht? Hierzu wird es im nächsten Beitrag noch eine Übung geben, aber frage dich bereits jetzt: „Was ist mir wichtig?“. Was willst du in deinem Leben haben? Wie würdest du leben wollen, wenn es keine Begrenzungen gäbe? Würdest du dich gern vegan ernähren? Würdest du gerne bei deiner Kleidung auf gute und faire Herstellungsbedingungen achten, wenn du es dir leisten könntest? Würdest du dir gerne mehr Zeit nehmen, um zu lesen, Sport zu treiben oder deine Freunde zu sehen? Wie willst du wirklich leben? Mach dir das bewusst und lebe danach.

Auch wenn es im Augenblick vielleicht noch danach aussieht als könntest du aktuell noch nicht danach leben, setze heute eine Veränderung in Gang. Verändere dein Leben ein klein wenig in die Richtung und verändere immer wieder einmal ein klein wenig. Iss zum Beispiel für den Anfang nur zwei Tage in der Woche vegan oder mache ein bis zwei Mal die Woche Sport und halte dich strikt daran. Du wirst merken, wie sehr dein Herz aufgehst, wenn du dein Leben nach deinen Werten ausrichtest. In ein paar Wochen machst du aus den zwei Tagen dann drei, dann vier und so weiter, bis du dem Leben, das du dir tief in deinem Herzen wünschst, plötzlich ganz nah bist.

5. Achte deine Grenzen

Ebenso wie wir uns bewusst machen müssen, was unsere Werte sind, sollten wir uns aber auch darüber im Klaren sein, wo unsere Grenzen liegen. Mache dir bewusst, was dir gut tut und was nicht. Du bist immer schrecklich müde, wenn du weniger als 7 Stunden Schlaf abbekommst? Dann richte deinen Alltag danach aus, dass du es schaffst, 7 Stunden zu schlafen. Unsere Prioritäten sollten immer an unserem eigenen Wohlergehen ausgerichtet sein. Wenn es dir gut geht, bist du ausgeglichener und glücklicher und das wiederum wirkt sich positiv auf dein Umfeld aus. Willst du nicht auch einmal wieder den Satz hören: „Wow! Du strahlst ja richtig und bist so ausgeglichen!“? Dann wahre deine Grenzen und kümmere dich gut um dich selbst.

Ich persönlich habe lange unter großen Menschenmengen gelitten, mich dem aber trotzdem immer wieder ausgesetzt, weil ich dachte, dass das normal sei. Heute weiß ich, dass ich hochsensibel bin und mir große Menschenmengen die Energie rauben und vermeide es, mich zu oft in solche Situationen zu bringen. Wir können uns entscheiden, ein Leben zu führen, das uns unglücklich macht und immer wieder über unsere eigenen Grenzen hinweg zu gehen, oder wir entscheiden uns für das Gegenteil. Nämlich dafür glücklich zu sein und unsere eigenen Grenzen wahrzunehmen und zu akzeptieren. 

Alles Liebe,

P.S. Fange gleich heute damit an, mehr Selbstliebe-Zeit in deinem Leben zu etablieren.

HEUTE ist immer die beste Zeit eine neue und glückbringende Gewohnheit in dein Leben zu bringen.

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