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Morgenroutine – Meine Tipps für einen perfekten Start in den Tag

Sicherlich hast du auch schon davon gehört, dass viele glückliche und erfolgreiche Menschen eine Morgenroutine haben. Steve Jobs, Arnold Schwarzenegger, Victor Hugo und Albert Einstein sind nur einzelne Beispiele in dieser langen Reihe.

Was aber genau bringt dir denn nun eine Morgenroutine und wie kann sie aussehen? Wie findest du die richtige Morgenroutine, die auf deine Bedürfnisse abgestimmt ist? Diese und weitere Fragen werde ich versuchen in diesem Blogbeitrag zu beantworten.

Vor einigen Monaten war ich selbst noch an einem Punkt in meinem Leben, an dem ich den Vorteil einer Morgenroutine absolut nicht verstanden habe. Während meines Studiums lief mein Morgen eher unstrukturiert ab. Meistens habe ich nicht sofort etwas getrunken, kaum etwas gegessen, bin sofort an meinen Laptop getorkelt, habe Mails gecheckt, mich für den Tag fertig gemacht, geduscht, Zähne geputzt und dabei mehrere Dinge gleichzeitig irgendwie abgearbeitet. Was dabei heraus kam? Ich war bereits am Vormittag gestresst und schlapp, weil ich mein Gehirn mit so vielen Dingen gleichzeitig konfrontiert habe und mich ständig neu entscheiden musste, was ich nun als nächstes mache bevor ich in die Uni gehe. Einen festen Tagesablauf - geschweigedenn eine Morgenroutine - hatte ich lange nicht.

Wirklich glücklich war ich damit allerdings nicht. Ich wusste einfach schlichtweg nicht, was ich anders machen könnte und wie denn eine richtige "Routine" am Morgen aussehen könnte, die mir dabei helfen würde konstruktiver und entspannter in den Tag zu starten. Doch meine Einstellung zu diesem Thema änderte sich, als ich auf einen Blogartikel stieß, der mir bewusst machte, wie viele erfolgreiche Menschen eine Morgenroutine haben, auf die sie schwören. Ich recherchierte also, welche Aspekte an einer Morgenroutine denn so hilfreich sind, wie sie aussehen könnte und probierte seither viele Dinge aus, bis ich zu meiner aktuellen Morgenroutine kam, die bislang am besten für mich funktioniert.

Warum du eine Morgenroutine haben solltest

Was also sind die Vorteile, die du von einer gut strukturierten Morgenroutine hast?

Eine positiv bestärkende Morgenroutine aufzubauen hat vor allem den einen - aber enorm wichtigen - Vorteil, dass du dir bewusst einen Rahmen schaffst, der dir besonders viel Energie gibt und dich für den Tag bereit macht. Denn auch wenn du dir dessen womöglich nicht bewusst bist - ein jeder von uns hat bestimmte Verhaltensmuster und Gewohnheiten, die er am Morgen anwendet. Eine mögliche Morgenroutine, die eher destruktiv, da unbewusst gewählt ist, wäre zum Beispiel die Gewohnheit immer zu knapp aufzustehen, oder gleich am morgen den ersten Gang zum Laptop zu nehmen und die Mails zu checken. Oder aber immer etwas anderes zu machen und sich mit sämtlichen ärgerlichen Fragestellungen auseinandersetzen zu müssen. Besonders effektiv wäre das nicht - aber dennoch ist es ein Beispiel für eine Morgenroutine. Solche negativenVerhaltensmuster lassen sich allerdings durch positivere Gewohnheiten ersetzen.

Die Morgenroutine an sich ist also vor allem deshalb so wichtig, weil sie deinen Fokus für den Tag bestimmt. Vielleicht kennst du den Spruch wieder einmal "mit dem falschen Fuß aufgestanden zu sein". Meiner Meinung nach kommt diese Redensart von einer unpassenden Morgenroutine, die dem Betreffenden bereits am frühen Morgen den letzten Nerv zu rauben scheint.

Mach dir also bewusst: Du alleine bestimmst, womit du gleich zu Beginn eines Tages deine Zeit und deine Aufmerksamkeit richtest.

Energy flows where your focus goes. Wenn du dir bereits am Morgen Umstände schaffst, die dich genervt, unglücklich und gestresst werden lassen, wird es umso schwieriger für dich sein, dieses Gefühl den Tag über wieder loszuwerden. Auf der anderen Seite kannst du diesen Mechanismus auch für dich nutzen, denn wenn du bewusst Tätigkeiten und Umstände in deine Morgenroutine integrierst, die dir Energie für den Tag geben, deine Laune anheben und die Dankbarkeit in deinem Herzen größer werden lassen, wird es umso leichter für dich sein, diese positive Energie in deinem Tagesverlauf aufrecht zu erhalten.

Ein guter Nebeneffekt an der ganzen Sache ist es, dass du wenn du dich gleich am Morgen auf wenige Tätigkeiten fokussierst, deinem Gehirn dabei hilfst mehr Dinge zu schaffen und effektiver zu arbeiten, indem du einen Punkt nach dem anderen erledigst. Unser Gehirn mag gewohnte Verhaltensweisen, da diese weniger Energie kosten und wird es dir dementsprechend mit mehr Effektivität entlohnen, sodass du am Ende des Tages möglicherweise mehr schaffst, als wenn du gleich von vorneherein unstrukturiert an deine Aufgaben herangegangen wärst.

 

Die wichtigsten Elemente einer Morgenroutine

Am Ende musst du natürlich für dich selbst entscheiden und ausprobieren, welche Routinen für dich in deiner Morgenroutine sinnvoll und nützlich sind. Was also schlichtweg funktioniert und was eben nicht. Dennoch möchte ich dir - bevor ich dir meine eigene aktuelle Morgenroutine vorstelle - vorab ein paar Aspekte aufzeigen, die ich im Rahmen meiner Recherchen und eigenen Erfahrungen zum Thema "Morgenroutine" als besonders sinnvoll bzw. hilfreich erachte. Vielleicht helfen sie dir ja auch dabei, deine eigene Morgenroutine zu etablieren.

  1. Früh genug aufstehen

Am Morgen früh genug aufzustehen kann dir dabei helfen nicht in Hektik zu geraten. Hektik könnte dir all die Mühe, die du dir  mit deiner Morgenroutine gibst, wieder zunichte machen und die positiven Effekte, die du dir davon erwartest wieder relativieren. Nimm dir also genug Zeit, um deine Morgenroutine locker durchführen zu können. Falls du am Ende noch ein wenig Zeit übrig hast, würde ich dir ein paar extra Minütchen Meditation empfehlen. 😉

2.  Trinken

Hydrieren ist wichtig, besonders nach dem Aufstehen. Trink am besten gleich nach dem Aufstehen ein Glas lauwarmes Wasser auf nüchternern Magen. Auch wenn wir vielleicht kaltes Wasser erfrischender vorkommt, wirkt sich lauwarmes Wasser am Morgen positiver auf deinen Körper aus. Das lauwarme Wasser kurbelt gleich am Tagesbeginn deine Verdauung an und hilft deinem Körper damit Schadstoffe besser abtransportieren zu können. Darüber hinaus wird deine Durchblutung verbessert, worüber sicher auch deine Organe und dein Gehirn sehr dankbar sein dürften.

3.  Meditieren und Gedanken aufschreiben

Wie du ja vermutlich schon weißt, bin ich großer Fan von Meditation. Besonders hilfreich ist die Meditation am Morgen um deine Gedanken zu ordnen und deinen Fokus zu dir zurückzuholen, falls du mit den Gedanken mal wieder überall bist, nur nicht imMoment. Zusätzlich zur Meditation am Morgen sind die "Morgenseiten" eine gute Ergänzung, die ich dir später noch genauer vorstellen werde. Kurz gesagt geht es in dieser Übung aber darum, deine Gedanken intuitiv aufzuschreiben und alles fließen zu lassen.

4. Keine Ablenkungen zulassen

Versuche jeden Tag während deiner Morgenroutine alle Ablenkungen auszuschalten. Am besten ist es, wenn du dich in dieser Zeit nur auf die Dinge beschränkst, die du in deiner Routine auch wirklich etablieren möchtest. Egal ob Handy, Laptop, Gespräche oder ähnliches, schalte alles ab, was dich von deinem Fokus abbringt. Am Anfang mag es dir vielleicht etwas merkwürdig vorkommen, diese Art der Ablenkung abzuschalten, aber irgendwann wirst du deutlich spüren und sensibler dafür werden, was dir am Morgen gut tut und was nicht.

5.  Prioritäten für den Tag setzen

Zu guter Letzt möchte ich dir noch den Tipp mit auf den Weg geben, dir gleich zu Tagesbeginn Prioritäten für deinen Tag zu setzen. Über den Tag verteilt viele Entscheidungen zu treffen verlangt von unserem Gehirn sehr viel Leistung. Wenn du aber bereits am Morgen deinen Fokus ausrichtest und dich am Tag auf wenige Punkte konzentrierst, die du erledigen möchtest, hast du nicht nur viel Energie gespart, sondern auch mehr Zeit für Kreativität und Raum für einfallsreiche Ideen. Prioritäten zu setzen hilft dir außerdem dabei die Konzentration den Tag über aufrecht zu erhalten, sodass du effektiver und zielgerichteter arbeiten kannst.

Meine aktuelle Morgenroutine

Wie versprochen zeige ich dir nun die wichtigsten Elemente meiner aktuellen Morgenroutine. Die Elemente meiner Routine haben sich im Laufe der Zeit immer wieder etwas verändert. Ich musste verschiedene Dinge ausprobieren, um schließlich zu meinem aktuellen Ablauf zu gelangen, der bislang am besten für mich funktioniert. Bevor du deine Morgenroutine etwas anpasst, solltest du deine Routine allerdings erst einmal einige Zeit ausprobieren. Ich habe meine Morgenroutine immer 1-3 Monate getestet, bevor ich etwas daran verändert habe.

1. Hydrieren

Trinken ist ausgesprochen wichtig für unseren Körper. Wie ich im Abschnitt zuvor bereits angedeutet habe, geht mein erster Weg nach dem Aufstehen direkt zum Wasserhahn. Ich trinke ein großes Glas lauwarmes Wasser, bevor ich mich meinem weiteren Tagesablauf widme.

2. Bewegung

Bewegung ist zu einem wichtigen Element meiner Morgenroutine geworden, denn Bewegung bringt unseren Kreislauf erst so richtig in Schwung. Ich für mich habe herausgefunden, dass es meinem Körper und meinem Geist sehr gut tut gleich am Morgen ein 10-minütiges Workout zu machen, damit ich mich wach und fit für den Tag fühle. Außerdem verschafft es mir ein gutes Gefühl und positive Gedanken gleich am Morgen etwas für mich getan zu haben.

3. Meditieren

Nach dem Workout dusche ich mich, ziehe mich an, putze die Zähne und mache mich ansonsten bereit für den Tag. Wenn das erledigt ist, kann ich mich voll und ganz meiner Morgenmeditation zuwenden. Diese fällt bei mir intuitiv immer mal etwas anders aus, grundsätzlich geht es mir aber hier vor allem darum, meinen Atem zu beobachten, achtsam wahrzunehmen, was in mir gehört werden möchte und in meinen Körper zu spüren. Meditation ist für mich der Schlüssel zu unserer inneren Mitte und ich genieße es jeden Tag, mich in diesen Minuten der Meditation voll und ganz fallen zu lassen und bei mir anzukommen.

4. Morgenseiten

Nach meiner Morgenmeditation nutze ich gerne die "Morgenseiten" dafür, dem was ich in der Meditation in mir wahrgenommen habe, noch einmal intuitiv Ausdruck zu verleihen. Die Methode der Morgenseiten habe ich aus dem Buch "Der Weg des Künstlers" von Julia Cameron.  Das wichtigste an den Morgenseiten ist es die Kreativität einfach fließen zu lassen, ganz egal ob das, was da gerade kommt wirklich Sinn ergibt oder nicht. Für mich funktioniert diese kleine kreative Einheit am Morgen wunderbar, um überschüssige Gedanken und Emotionen fließen zu lassen, die mich zuvor das ein oder andere Mal den Tag über nicht mehr losgelassen haben. Durch die Morgenseiten ist es für mich, als würde wilde und aufwühlende Energie in ihre Bahnen gelenkt. Für diesen Teil meiner Morgenroutine plane ich immer mindestens 10-15 Minuten ein - manchmal mehr, wenn ich das Gefühl habe, mich gerade "frei-schreiben" zu müssen.

5. Dankbarkeit & Planung

Ein weiterer Bestandteil meiner Morgenroutine ist zunächst einmal mein Dankbarkeitsritual. Jeden morgen schreibe ich mir mindestens 10 Dinge auf, für die ich an diesem Morgen dankbar bin und spüre einige Momente in diese Dankbarkeit in meinem Herzen hinein. Danach widme ich mich meiner Tagesplanung und setze mir wichtige Prioritäten für den Tag. Manchmal setze ich mir konkrete Ziele, die ich am Tag erreichen möchte und auf die ich meinen Fokus richte, an anderen Tagen fallen meine Prioritäten aber auch einfach so aus, dass ich darauf achten möchte, heute immer wieder bewusst tief zu atmen oder besonders gut für mich zu sorgen. Je nach Anlass und was ich intuitiv gerade brauche und was ansteht. Wichtig ist es mir jedoch mir immer so wenig Ziele wie möglich pro Tag zu setzen und mich nur auf einzelne Aufgaben zu fokussieren.

6. Frühstücken und Entspannen

Zum Schluss nehme ich mir immer noch genug Zeit um zu frühstücken, ein paar Seiten in einem Buch oder einer Zeitschrift zu lesen oder mich einfach zu entspannen, bevor ich in den weiteren Tagesverlauf starte. Dafür stehe ich natürlich insgesamt früh genug auf, um am Ende immer noch Zeit übrig zu haben. Hektik am Morgen macht mich sehr stressanfällig und es fällt mir dann schwerer wieder in die Ruhe zu kommen, aus diesem Grund plane ich im Voraus schon immer genug Freiraum ein. In einem meiner letzten Artikel habe ich bereits davon berichtet, welches Frühstück ich mir am Morgen am liebsten zubereite.  So gehört auch mein Frühstücksritual zu meiner morgendlichen Routine dazu.

Ich hoffe sehr die Einblicke in meine aktuelle Morgenroutine werden dir dabei helfen, deinen perfekten Ablauf für dich zu finden.

Lass uns gerne in den Kommentaren daran teilhaben, welche Erfahrungen du mit einer Morgenroutine gemacht hast und was für dich am besten funktioniert.

Ich bin gespannt auf deine Ideen und Erfahrungen und freue mich, dass du ein Teil meiner Community bist!

Danke für alles,

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