Spirit & Soul

Meditation – Wieso es so heilsam ist still zu werden

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Kennst du das Gefühl, wenn sich die Welt um dich herum unheimlich laut und schnell anfühlt? Weißt du wie es sich anfühlt, wenn dein ganzer Körper und deine Seele vor Anspannung nur so erstarrt, weil dein ganzes Leben unheimlich schnell an dir vorbeizieht? Kennst du den Gedanken, den äußeren Umständen in deinem Leben gerade völlig ausgeliefert zu sein?

Dieses Gefühl kenne ich nur zu gut. Obwohl ich mich schon sehr lange mit persönlicher Weiterentwicklung beschäftige, gab es Phasen in meinem Leben, in denen ich das Wissen, das ich mir bis dahin bereits angeeignet hatte, nicht wirklich fühlen konnte. Ich wusste bereits, dass meine äußere Welt ein Spiegel meiner inneren Welt ist, jedoch konnte ich nicht danach handeln. Ich hatte keine Ahnung wie ich meine innere Welt denn nun verändern konnte. Denn ich stellte schnell fest, dass es bei Weitem nicht ausreicht, immer nur an das zu denken, was wir uns wünschen.

 

Wie der Blick nach Innen dein Leben verändert

Mir war klar, dass ich mich dieser Unruhe in mir stellen musste, um endlich wieder klar zu sein. Es hat jedoch eine Weile gedauert, bis mich die Erkenntnis wie ich mich meiner inneren Welt stellen konnte ganz plötzlich traf. 

Meditation.

Meditation ist ein Werkzeug, das dir dabei helfen kann, den Blick nach innen zu richten. Meditation lässt uns ruhig werden, indem sie den wirren Gedanken in unserem Kopf und unserem Herzen Zeit und Raum gibt sich zu setzen. Hierzu möchte ich dir eine wunderschöne und wertvolle Geschichte erzählen, die die Wirkung erklärt, die der Blick nach innen auf unseren Geist hat.

Die Geschichte von den drei Schwestern

Es waren einmal drei junge Schwestern, die zusammen in einem kleinen Häuschen auf dem Land lebten. Kaum waren jedoch die Schwestern erwachsen, beschloss eine jede von ihnen, auf ihre eigene Weise ihr Leben zu leben und nach der Wahrheit und ihr ganz eigenen Lebensaufgabe zu suchen. Die älteste der Schwestern sagte zu den Jüngeren: "Meine lieben Schwestern, ich werde mein Leben damit verbringen, mich um die Kranken und Armen zu kümmern. Die Straßen der Städte sind voll von diesen armen Menschen. Ich werde ihnen Heilung bringen und mich um sie kümmern."

Da sagte die zweite Schwester: "Du hast so recht liebe Schwester, die Menschen brauchen Hilfe! Wohin ich mich auch wende, überall sehe ich Menschen, die sich streiten, sich bekämpfen oder Krieg gegeneinander führen. Ich werde ausziehen, um mein Leben damit zu verbringen, sie zu versöhnen. Ich werde mit diesen armen Menschen sprechen und Frieden unter ihnen stiften!"

Da sagte die dritte und jüngste Schwester zu den anderen beiden: "Meine lieben Schwestern, eure Taten sind nobel. Ich hoffe ihr werdet erfolgreich sein! Ich bleibe solange zuhause und werde mich mit mir selbst beschäftigen, denn ich habe noch sehr viel zu lernen."

Die Jahre zogen ins Land, doch schließlich kehrten die Schwestern eines Tages wieder nach Hause zurück. Die erste seufzte: "Es ist einfach hoffnungslos! Es gibt so viele Kranke, Arme und Obdachlose auf dieser Welt. Ich habe es versucht, doch ich kann unmöglich allen von ihnen helfen!" Da sagte die zweite: " Es ist einfach unmöglich, die Menschen im Frieden zu vereinen. Ich bin vollkommen erschöpft von meiner aussichtslosen Mission." Da sanken beide Schwestern erschöpft in die Knie und sahen einander verzweifelt an.

Die dritte der Schwestern aber sah ihre Schwestern mit einem gütigen Blick an und schwieg. Dann stand sie wortlos auf und füllte eine Schüssel mit schlammigen Wasser. "Meine Schwestern, ihr wart so lange fort! Ich möchte euch zeigen, was ich gelernt habe, in der Zeit als ihr in der großen weiten Welt wart um anderen Menschen zu helfen. Schaut in diese Schüssel hinein. Seht einfach zu, was geschieht."

Die beiden Schwestern schauten gespannt in die Schüssel, doch sie konnten nichts sehen außer schmutzigem Wasser. "Lasst es eine Weile lang stehen und wartet ab", sagte die Schwester.

Nach einer Weile schauten sie wieder in die Schüssel. Mittlerweile war das Wasser klar geworden und sie konnten ihre eigenen Gesichter so deutlich darin erkennen wie in einem Spiegel. Da sagte die dritte Schwester: "Wenn das Wasser aufgewühlt ist, wird es trüb und man kann nichts erkennen. Ist es aber ganz still, dann klärt es sich. Mit uns Menschen verhält es sich genauso. Wir können nur dann klar sehen, wenn wir still sind, ganz, ganz still. Erst wenn wir still sind und uns selbst erkennen, können wir sehen, was zu tun ist und welchen Weg wir gehen sollen. Nur in der Stille finden wir Hoffnung und Vertrauen in die Zukunft, in unsere Talente und Fähigkeiten und in unsere Kreativität. Sie allein ermöglicht es uns, von ganzem Herzen und mit aller Liebe für andere zu sorgen. Erst wenn wir sie gefunden haben, brauchen wir uns keine Gedanken mehr über Belohnungen oder die Früchte unseres Tuns zu machen. Nur sie erlaubt uns, wirklich aus dem Herzen heraus zu handeln."

Wieso du anfangen solltest zu meditieren

Aus der Geschichte von den drei Schwestern können wir lernen, welche Vorteile es uns bringt regelmäßig zu meditieren.

Häufig vertrauen wir unserem Herzen weniger als unserem Kopf und stützen unsere Entscheidungen auf unsere Verstand. Doch wenn wir verlernen, den Blick nach innen zu richten, können wir nicht mehr klar sehen und verlieren den Blick auf das Wesentliche. Wir sind aufgewühlt und gehen ohne rechtes Ziel einfach in die Richtung, die unser Verstand uns vorgibt. Doch wenn wir meditieren und den Blick nach innen richten, kann sich die Unruhe in uns legen und wir erkennen, welcher Weg und welche Entscheidung die richtigen sind. Wir können unserem Herzen folgen und müssen uns nicht nach der Anerkennung im Außen sehnen oder uns danach ausrichten. All die Erfüllung unserer Wünsche finden wir in der Meditation und dem Blick nach innen.

Wie du lernst zu meditieren

Wenn du jetzt überzeugt davon bist anzufangen zu meditieren, aber nicht ganz sicher bist wie du jetzt weiter vorgehen sollst möchte ich dir folgende Tools und Tipps mit auf den Weg geben.

  • Suche dir eine Gruppe von Menschen oder auch nur einen Freund / eine Freundin, die ebenfalls anfangen möchten zu meditieren. Es ist um einiges leichter, regelmäßig zu meditieren, wenn ihr euch gegenseitig unterstützt und bestärkt.
  • Geht zusammen zu einem Meditations-Kurs in eurer Nähe. Es gibt verschiedene Meditationskurse mittlerweile in jeder größeren Stadt. Erkundige dich, welche Angebote es in deiner Stadt gibt.
  • Eine Anlaufstelle, die mir selbst immer wieder empfohlen wird, die ich jedoch selbst noch nicht ausprobieren konnte, sind die Meditationskurse von The Art of Living. Vielleicht möchtest du diesen Kurs einmal ausprobieren.
  • Probiere die 7Mind Meditations-App aus. Mit der 7Mind App lernst du in einem kostenlosen Kurs die Grundlagen der Meditation per App direkt auf deinem Handy. Weitere Kurse und Module sind dann käuflich zu erwerben.
  • Gib dir selbst Zeit! Meditation lernst du nicht von heute auf morgen. Es ist ein Prozess mit Höhen und Tiefen und es kann dauern, bis du es schaffst für mehr als ein paar Minuten deine Aufmerksamkeit für die Meditation aufrecht zu erhalten. Sei achtsam mit dir und liebevoll und gib dir Zeit für diesen Prozess deiner Weiterentwicklung!

Ich wünsche Dir von Herzen alles Liebe und Gute für deine nächsten Schritte in deiner persönlichen Weiterentwicklung!

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2 Gedanken zu „Meditation – Wieso es so heilsam ist still zu werden

  1. Hey Giulia,
    toller Artikel. Du hast Meditation echt schön beschrieben, obwohl es sehr schwer ist, einen solchen Zustand in Worte zu fassen. Wirklich verstehen kann man das Meditieren erst, wenn man es selbst einmal erfahren hat. Die klassische Meditation muss man jedoch nicht sehr kompliziert gestalten, wie ich finde. Ich rate Menschen meist, sich einfach mal hinzusetzen und mit geschlossenen Augen dem eigenen Atem zu folgen. Das reicht meist schon, um sich ein kleines Bild zu machen. Desweiteren kann es für Anfänger hilfreich sein, mit Meditationsmusik, binauralen Beats oder geführten Meditationen anzufangen. Das erleichtert das Ganze etwas.

    Liebe Grüße,
    Valentin

    1. Lieber Valentin, ich danke dir von Herzen für deinen bereichernden Kommentar! Du hast recht, wenn du sagst, dass Meditation schwer zu beschreiben ist – ich bin sicher, jeder Mensch nimmt diesen Zustand auf seine Weise anders wahr. Der Einstieg durch bloßes Atmen und Innehalten, wie du ihn beschreibst, ist sicher eine der Methoden, um mit Meditation in Kontakt zu treten. Ich danke dir fürs Teilen deiner Erfahrungen!

      Herzliche Grüße,
      Giulia

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