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Chaos im Kopf? – Wieso du noch heute ein Bullet Journal starten solltest

Als ich mit dem Bullet Journaling angefangen habe, war das vor allem aus dem einen Grund: Da war Chaos in meinem Kopf!

Das Problem war, es gab schlichtweg keinen Kalender, der voll und ganz meinen Ansprüchen und Bedürfnissen entsprochen hätte. Also entschied ich mich, einmal das Bullet Journaling auszuprobieren, von dem ich bis dato schon einiges  gehört hatte – vor allem aus dem englischsprachigen Raum. Nach einigem Ausprobieren war ich dann schließlich überzeugt: Das Bullet Journal war genau das, was ich brauchte, um das Chaos, das in meinem Kopf herrschte, zu strukturieren. Weshalb genau, das erfährst du in diesem Artikel.

In meinem letzten Beitrag zum Thema „Bullet Journaling“ ging es vor allem darum, was ein Bullet Journal überhaupt ist und wie du es nutzen kannst, um entspannt ins neue Jahr zu starten. Heute möchte ich vor allem auf meine Erfahrungen mit dem Bullet Journal eingehen und welche Methoden mir dabei geholfen haben, das Chaos in meinem Kopf zu beruhigen.

Falls du noch nie von einem Bullet Journal gehört hast, fasse ich es dir den letzten Artikel hier gerne nochmal kurz zusammen. Falls du mehr erfahren möchtest, kannst du gerne nochmal den ganzen Artikel lesen, bevor du hier weiterliest.

Was ist ein Bullet Journal eigentlich?

Was ist ein Bullet Journal nun eigentlich. Lass mich das hier nochmal stichpunktartig zusammenfassen.

 Ein Bullet Journal …

  • ist eine Art Kalender, der sich individuell anpassen lässt
  • besteht aus einem leeren Notizbuch, das du selbst gestaltest
  • lässt dir viel kreative Freiheit beim Planen und Gestalten
  • wird häufig nach der Bullet-Methode gestaltet.
  • kann dir durch verschiedene Methoden dabei helfen, deine Pläne und Ziele zu verfolgen und Fortschritte zu messen
  • ist nur so aufwändig, wie du es möchtest und brauchst
  •  verschafft dir einen guten Überblick über deine verschiedenen Lebensbereiche

Wie du siehst ist Bullet Journaling zu allererst einmal kein Hexenwerk. Es kommt natürlich immer darauf an, welche Ansprüche du an dich selbst stellst. Ich persönlich würde dir raten, dich zunächst einmal nicht auf all die Profi-Journals, die auf Pinterest kursieren zu fokussieren – diese schüchtern dich vielleicht nur ein und am Ende bist du dann frustriert bevor du angefangen hast. Lass dir eines gesagt sein: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Das ist tatsächlich so und wie bei allem anderen auch ist es auch beim Bullet Journaling so, dass es vor allem Übung braucht, wenn man ein besonders schönes Exemplar hinbekommen möchte.

Ich persönlich möchte dir an dieser Stelle folgende Ratschläge geben, wenn du vorhast ein Bullet Journal zu starten: 

  1. Mach es für dich! Es bringt keinem was, wenn du ein unfehlbares Bullet Journal besitzt, das aber nicht zu dir passt. (Meins zum Beispiel hat immer wieder kreative Chaos-Seiten und ich liebe sie!)
  2. Fang einfach mal an! Denk nicht zu lange darüber nach, ob und wie du anfangen sollst, sondern starte einfach mal los. Dein BuJo wird sich noch oft genug anpassen, wenn du erst einmal drin bist.
  3. Überleg dir, was du wirklich brauchst. Mach dir zuallererst einmal Notizen und schreib dir auf, über was du in deinem BuJo Buch führen möchtest. Beispiele für verschiedene Module findest du unzählige im Netz. (Wie zum Beispiel hier bei Punktkariert) Mach dir bewusst, welche davon sich tatsächlich für deinen individuellen Alltag eignen.
 
 

Warum mir mein Bullet Journal hilft , meine Gedanken zu ordnen

Beim Bullet Journaling gibt es unzählige Möglichkeiten, die eigene Alltagsstruktur widerzuspiegeln und über die eigenen Fortschritte Buch zu führen. Sei es nun Persönlichkeitsentwicklung, Sport, Haushalt, Berufliches oder Privates, alles hat seinen Platz, wenn man das möchte. Das macht es zu einem sehr interessanten Tool. Besonders im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung hat mir mein Bullet Journal schon gute Dienste geleistet.

Vielleicht hast du auch schon im Zusammenhang mit „Besser werden“, „erfolgreicher werden“ vom Bullet-Journal-System gehört. Darum geht es mir persönlich aber nicht in erster Linie. Vielmehr ist mein Bullet Journal für mich eine Art des „Ausdrucks“ – ich werde mir meiner Gedanken viel deutlicher bewusst, indem ich sie auf Papier schreibe. All die Dinge und Aufgaben, die ein Mensch heutzutage im Kopf haben muss und sollte, wandern plötzlich aufs Blatt, das jederzeit zur Verfügung steht und können – in einem Stück gesammelt – schnell wieder gefunden werden.

Aber auch meine ganz eigenen und intimen Gedanken und Gefühle finden in meinem BuJo ihren Platz. Es ist ein Stück von mir, das ich mir immer wieder ansehen kann. Dadurch wird es mir möglich, die Dinge immer wieder aus einer neuen Perspektive zu betrachten.

Besonders in den folgenden Bereichen war mir mein Bullet Journal eine große Hilfe, seit ich vor ca. 18 Monaten damit angefangen habe:

1. Dankbarkeit & Meditation

Wenn du den Blog schon länger verfolgst, dann weißt du wahrscheinlich, dass mir meine Dankbarkeits- und Meditationsroutinen heilig sind. Mein Bullet Journal hilft mir hier besonders dabei, meine Dankbarkeit kreativ auszudrücken. So kann ich ganz nach Belieben ein Dankbarkeits-Spread für einen Monat gestalten, oder aber jeden Tag einzeln eine kleine Dankbarkeitsspalte in meine Tagesübersicht eintragen.

Auch bei der Meditation hilft mir mein BuJo in meinem Habit-Tracker den Überblick über meine Routine zu behalten und meine Gedanken vor und nach der Meditation zu notieren.

2. Morgenroutine & Morgenseiten

Auch meine Morgenseiten aus meiner morgendlichen Routine wandern einfach schnurstracks in mein BuJo und sind somit alle an einem Platz. Hier darf das ganze Gedankenchaos einfach intuitiv und kreativ aufs Blatt fließen, sodass wieder mehr Platz ist, wo zuvor Sorgen und Ängste saßen.

3. Haushalt

Den Überblick über die Aufgaben im Haushalt zu behalten fällt manchmal echt schwer – insbesondere über Wochen und Monate hinweg. Wann hatte ich denn zuletzt die Fenster geputzt? All diese Aufgaben und Daten habe ich in meinem Bullet Journal untergebracht. So muss ich nur nochmal nachsehen, was denn heute dran ist und kann auch schon ohne langes Überlegen loslegen.

5. Leseliste

Lebenslange Bildung und stetige Weiterentwicklung sind mir wichtig, daher lese ich sehr gerne Bücher, die mich in meiner Entwicklung voranbringen. Wenn ich am Monatsende in meiner Leseliste sehe, welche Bücher ich in diesem Monat gelesen habe, verschafft mir das geradezu ein Erfolgserlebnis und ich kann meine Erfolge gleich feiern.

6. Ziele verfolgen

Das bringt mich bereits zum nächsten Punkt, denn um mich weiterzuentwickeln möchte ich auch immer den Überblick über meine persönlichen Ziele behalten, um sicher zu gehen, ob ich mich auch noch auf dem rechten Weg befinde. Daher notiere ich auch in regelmäßigen Abständen meine kurz-, lang- und mittelfristigen Ziele in mein BuJo. Besondere Freude habe ich in meinem aktuellen Spread an meinen monatlichen Vision-Boards, die ich immer je nach aktuellen Themen ganz individuell und inspirierend gestalte. Motivation für den Monat ist dadurch absolut gegeben!

7. Selbstreflexion

Regelmäßige Selbstreflexion hat mir in meinem Leben schon häufig weitergeholfen, wenn ich mal wieder „die Orientierung verloren habe“. Mein Bullet Journal bietet mir den Platz, den ich brauche, um mir zum richtigen Zeitpunkt wieder einmal einige wichtige Fragen zu stellen, wie beispielsweise jährlich an meinem Geburtstag.

8. Den Überblick behalten

Bei all diesen Dingen geht es am Ende vor allem um Eines: Darum den Überblick zu behalten. Vor allem wenn es um Termine geht, aber auch um Geburtstage, das Moneymindset, Adressen, Sport, Ernährung, etc. bietet das BuJo die nötige Freiheit.

Was sich in meinem BuJo allerdings immer finden lässt, sind jährliche und monatliche Übersichten, die sowohl Termine beinhalten, aber auch Mantren oder ein Fokus-Thema, auf das ich mich im aktuellen Monat besonders konzentrieren möchte. Auf diese Weise, verschaffe ich meinem Gedanken-Chaos die Möglichkeit, sich auf dem Blatt zu ordnen – was bereits mehr als einmal dazu geführt hat, dass mir bestimmte Zusammenhänge klargeworden sind, die ich in meinem Kopf überhaupt nicht zusammen gebracht hätte.

So viel zu mir. Jetzt bist du dran: Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen mit dem Bullet Journaling. Schreibe gerne in die Kommentare, ob du selbst schon das Bullet-Journal-System für dich entdeckt hast und inwiefern es dir dabei hilft, deinen Alltag zu strukturieren.

Alles Liebe und von Herzen viel Erfolg und Freude dabei,


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